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Am 2. Oktober 2008 konnten 20 Frauen und Männer aus den Feuerwehren der Samtgemeinde Himmelpforten den erfolgreichen Abschluss ihrer Grundausbildung feiern. Nach mehrwöchiger Teilnahme am Lehrgang 'Truppmannausbildung Teil I' bewiesen sie ihre Fähigkeiten in Theorie und Praxis unter den strengen Augen des Kreisausbildungsteams. Die zukünftigen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner werden die neun Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Himmelpforten verstärken und die Schlagkraft unserer Feuerwehr erhöhen.

Freiwillige Feuerwehr Himmelpforten
Die Feuerwehren der Samtgemeinde Himmelpforten

Die Samtgemeinde Himmelpforten besteht aus den fünf Mitgliedsgemeinden Düdenbüttel, Engelschoff, Großenwörden, Hammah und Himmelpforten. In der Samtgemeinde leben etwa 9.900 Einwohner, wovon etwa 4.900 Einwohner in der größten Gemeinde Himmelpforten und etwa 2.900 Einwohner in Hammah leben.

In den fünf Gemeinden der Samtgemeinde Himmelpforten gibt es neun Feuerwehren:
die Freiwillige Feuerwehr Düdenbüttel in der Gemeinde Düdenbüttel,
die Freiwilligen Feuerwehren Engelschoff und Neuland in der Gemeinde Engelschoff,
die Freiwillige Feuerwehr Großenwörden in der Gemeinde Großenwörden,
die Freiwilligen Feuerwehren Groß Sterneberg, Hammah und Mittelsdorf in der Gemeinde Hammah
und die Freiwilligen Feuerwehren Breitenwisch und Himmelpforten in der Gemeinde Himmelpforten.

Die Personalstärke aller Feuerwehren der Samtgemeinde stellte sich am 31.12.2007 wie folgt dar:
Aktive: 300 Feuerwehrmänner und 14 Feuerwehrfrauen, Mitglieder der Altersabteilungen: 147 Feuerwehrmänner,
Mitglieder der Jugendfeuerwehren: 45 Jungen und 12 Mädchen.

Im Bereich der Samtgemeinde Himmelpforten gibt es drei Jugendfeuerwehren:
Die Jugendfeuerwehr Hammah bietet Jugendlichen aus Hammah, Groß Sterneberg, Mittelsdorf und Düdenbüttel die Gelegenheit Mitglied zu werden. Jugendliche aus Breitenwisch und Himmelpforten können sich in der Jugendfeuerwehr Himmelpforten betätigen. Die im Jahre 2005 gegründete Jugendfeuerwehr Neuland steht Jugendlichen aus Engelschoff, Neuland und Großenwörden offen. Den Jugendfeuerwehren in Hammah und Himmelpforten steht jeweils ein Kleinbus als Jugendfeuerwehrfahrzeug zur Verfügung.

Die Freiwillige Feuerwehr Himmelpforten hat den Status einer Stützpunktfeuerwehr und verfügt über den größten Fuhrpark und das größte Feuerwehrgerätehaus in der Samtgemeinde. Hier sind ein Tanklöschfahrzeug (TLF) und ein Einsatzleitwagen (ELW) stationiert, die bei nahezu fast allen Einsätzen im Gebiet der Samtgemeinde ausrücken. Die Ausrüstung des TLF wurde bei seiner Beschaffung im Jahre 1991 bereits so konzipiert, dass sie nicht nur für das Löschen von Bränden, sondern auch für die Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen geeignet ist. Auf dem TLF werden hydraulische Schneid- und Spreizwerkzeuge mitgeführt, die bei verunfallten Kraftfahrzeugen häufig benötigt werden, um eingeklemmte Personen zu befreien. Weiterhin besteht die Ausrüstung aus vier Pressluftatmungsgeräten. Für die Atemschutzgeräteträger ist dieses Fahrzeug daher die erste Wahl, wenn es zu Brandeinsätzen geht, bei denen Atemschutz getragen werden muss. Für Einsätze mit CSA (Chemikalien-Schutz-Anzug), die bei Austritt von gefährlichen Stoffen getragen werden müssen, sind die Atemschutzgeräteträger intensiv geschult und vorbereitet; ein Ölschadenanhänger, mit dessen Ausrüstung gefährliche Flüssigkeiten aufgefangen und gepumpt werden können, ist in Himmelpforten stationiert.

Im Gerätehaus Himmelpforten stehen auch ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) und eine Drehleiter (DL 17), die mit ihren 58 Jahren zu den ältesten Drehleiter- Einsatzfahrzeugen in Deutschland gehört, für Einsätze bereit. Das LF 8 gehört zum Lösch- Zug der Kreisbereitschaft Stade. Der ELW ist das Führungsfahrzeug des Bereitschaftszuges Gefahrgut.

Zum Schaummittelzug der Kreisbereitschaft gehört das neue Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 10/6 der Freiwilligen Feuerwehr Hammah. Dieses Fahrzeug wurde im Jahre 2007 als Vorführfahrzeug erworben und ist mit seiner vielfältigen Ausstattung und neuen Technik das modernste Feuerwehrfahrzeug in der Samtgemeinde. Es hat eine Besatzung von neun Feuerwehrleuten und verfügt auch über einen 1000 Liter Löschwassertank.

Das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Großenwörden ist ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Löschwassertank (TSF-W) und zieht einen Schlauchanhänger. Diese Ortswehr an der nördlichen Spitze des Einsatzgebietes der Samtgemeindefeuerwehren kann bei Bränden bei Bedarf zuerst auf den mitgeführten Wasservorrat auf ihrem Fahrzeug zurückgreifen. Im Bereich der Gemeinden Großenwörden, Engelschoff und im Ortsteil Breitenwisch liegen viele Gehöfte weit abseits der Strassen, so dass sich daher die Förderung von Löschwasser oftmals sehr schwierig gestaltet.

Die Ortsfeuerwehren Breitenwisch, Düdenbüttel, Engelschoff, Groß Sterneberg, Mittelsdorf und Neuland sind mit Tragkraftspritzenfahrzeugen und zusätzlich mit Schlauchanhängern ausgerüstet. Mit ihren tragbaren Pumpen und großen Anzahl von Schläuchen sind diese Ortsfeuerwehren daher bestens dafür geeignet große Mengen an Löschwasser über weite Strecken zu den Brandstellen zu fördern. Im Zusammenspiel mit den Ortswehren Hammah, Großenwörden und Himmelpforten stellen sie sicher, dass an jeder Einsatzstelle, egal wie weit entfernt offene Gewässer, Brunnen oder Hydranten liegen, genügend Löschwasser zur Verfügung steht.

Die Ortsfeuerwehren Düdenbüttel, Himmelpforten und Mittelsdorf sind speziell auch für den Bereich der Bundestrasse 73 zuständig, die durch das Gebiet der Samtgemeinde führt. Die Einsatztätigkeit auf der viel befahrenen Strasse stellt erhöhte Anforderungen und erfordert besondere Aufmerksamkeit bei Absperrmaßnahmen.

Die Ortsfeuerwehren Hammah und Himmelpforten werden auch zu Einsätzen an der Bahnlinie Cuxhaven – Hamburg gerufen. Brennende Lokomotiven oder die Bergung verunfallter Personen stellen die Einsatzkräfte hier manchmal vor besondere Probleme, die unter erschwerten Bedingungen gelöst werden müssen.

Viele Mitglieder der Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde haben sich bei diversen Hochwassereinsätzen im und außerhalb des Landkreises Stade verdient gemacht. Man könnte sie fast als Hochwasser- Spezialisten bezeichnen. Als Sandsackfüller und –träger, Maschinisten, Funker oder Fahrer haben viele Einsatzkräfte bei mehreren Fluten viele Erfahrungen gesammelt und außergewöhnliche Leistungen vollbracht.

Wertvolle Dienste leisten auch die Feuerwehrkameraden, die als Ersatz für den Wehrdienst bei der Kreisfeuerwehr Stade Dienst tun. Über einen langen Zeitraum leisten diese Kameraden bei den Spezialeinheiten wie z.B. „Messen & Spüren“ und „Umweltzug“ ihren Dienst. Dort üben sie den Umgang mit hochsensiblen Geräten und sind oftmals mit der Wärmebildkamera und Messgeräten zu vielen Einsätzen im gesamten Kreisgebiet oder aber auch in benachbarten Regionen unterwegs.

Alles in allem sind die Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Himmelpforten nahezu universell einsetzbar und decken das große Spektrum an Aufgaben ab, die von den Feuerwehren in heutiger Zeit zu bewältigen sind.







Text: Rolf Hillyer-Funke, Pressebeauftragter Freiwillige Feuerwehr Himmelpforten.

Funktionsträger

Funktion  Vor- und Nachname 
   
Gemeindebrandmeister  Rolf Jarck 
Stv. Gemeindebrandmeister  Hans-Hermann Wick 
SG-Schriftwart  Rolf Hillyer-Funke 
SG-Atemschutzbeauftragter  René Kühlke 
SG-Funkbeauftragter  Heiko Gebers 
SG-Zeugwart  Heiner Haack 
SG-Sicherheitsbeauftragter  Frank König 
SG-Jugendfeuerwehrwart  Hartmut Schlichting 
SG-Pressewart  Rolf Hillyer-Funke 
SG-Brandschutzerziehung  Uwe Schlichting (Neuland) und Wilfried Weinert (Himmelpforten)