„Hurra, hurra die Schule brennt!“
Stairway to heaven

In Himmelpforten hat die Schule gebrannt. Diese Meldung ist nicht neu und nicht erfunden, sondern war schon einmal vor ein paar Jahrzehnten bittere Realität im Ort. Auch wenn einige Schüler das wenig geliebte Gebäude so manches Mal im Geiste in Rauch aufgehen lassen möchten, ist diese Vorstellung für Lehrer, Eltern und Brandschützer eher beunruhigend.

Daher gehören Feuerwehrübungen in Schulgebäuden zur wichtigen Pflichtaufgabe. Diesmal war die „Porta-Coeli-Schule“ („Pforten-des-Himmels-Schule“) Übungsobjekt.
Tapfere Mitglieder der Jugendfeuerwehr Himmelpforten mimten die Opfer, die aus verräucherten Klassenzimmern im zweiten Stockwerk über Leitern zu retten waren. Insbesondere waren diesmal die Atemschutzgeräteträger gefordert. Diese mussten im verqualmten Gebäudekomplex viele Räume nach Opfern durchsuchen und nach deren Auffinden die Rettung über Leitern durchführen.

An der Übung waren die Ortsfeuerwehren Himmelpforten und Breitenwisch beteiligt. Den großen Auftritt hatte mal wieder unser „Oldie Helmut“. Der Drehleiter-Veteran diente als Fluchtweg für die Atemschutztrupps und als Rettungsweg für die zu rettenden Jugendlichen. Der Einsatz einer Drehleiter ist im feuerwehrtechnischen Sinne unter dem Stichwort „Anleiterbereitschaft“ eine wichtige Komponente der Kameraden- und Selbstrettung im Atemschutzeinsatz. Die Drehleiter ist wahrlich unentbehrlich, um Feuerwehrkameraden und Opfern, denen der Rückweg über Treppenhäuser versperrt ist, einen rettenden „Stairway to heaven“ zu gewährleisten.

Dieses Szenario eines versperrten Flucht- und Rettungsweges über Treppenhäuser wurde bei der Übung in der Schule simuliert. Die Einsatzleitung und die Teilnehmer der Übung waren mit den erzielten Erkenntnissen und Leistungen zufrieden. Einige Anregungen für Verbesserungen in der Einsatztaktik und wertvolle Erfahrungen für die Einsatzkräfte für das Vorgehen in einem großen Gebäude mit zahlreichen Räumen wurden gewonnen. Und es wurde mal wieder deutlich, wie wertvoll selbst ein altes Drehleiterfahrzeug sein kann. Letztendlich können Schulleitung und Eltern gewiss sein, dass die Feuerwehr auf die mögliche Katastrophe vorbereitet

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