Seit Mitte November 2010 sind alle Atemschutzgeräteträger der SG Himmelpforten mit einer Helmlampe der neusten Generaten von UK ausgestattet. Diese Helmlampe unterstützt die Arbeiten unter Atemschutz erheblich, da die Lichtleistung enorm ist und der AGT an der Einsatzstelle die Handlampe ablegen kann.
Zwar darf derzeit noch nicht auf die Handlampe verzichtet werden, aber diese Helmlampe erfüllt schon die erforderliche Norm, die derzeit in Planung ist.
Atemschutzübungen 2011
Grüne Männchen
Regelmäßig herrscht bei der Ortsfeuerwehr Himmelpforten die Farbe grün vor. Dabei handelt es sich nicht um einen Parteitag einer bekannten politischen Partei, das Schützenfest oder um eine Party außerirdischer Kosmonauten, sondern um einen Übungsabend der Atemschutzgruppe, bei dem eine besondere Anzugordnung gilt. Grüner Gummianzug ist Pflicht.
Korrekt wird dieser als CSA bezeichnet, was üblicherweise mit Chemikalienschutzanzug übersetzt wird. Auch die Bezeichnung Vollschutzanzug ist geläufig. Das Agieren in derartigen CSA-Anzügen ist beschwerlich und Atemschutzgeräteträgern vorbehalten, die das Arbeiten in derartigen Hüllen speziell üben müssen. Speziell das Hantieren mit Werkzeug gestaltet sich mit den dicken Gummihandschuhen äußerst schwierig. Der voluminöse Anzug ist schwer und das integrierte Sichtfenster schränkt den Sichtbereich deutlich ein.
Diesmal wurde das Abpumpen von Flüssigkeiten geübt. Bei den Übungen hilft uns schon fast traditionell die Umweltgruppe der Feuerwehr Stade. Zwei Kameraden vom Zug I, Altstadt Stade unterstützen uns diesmal zum wiederholten Male mit dem Abrollbehälter Umwelt und ihrem Sachverstand. Auf diesem Wege bedankt sich die Ortsfeuerwehr Himmelpforten nochmals für die unschätzbare Hilfe.
Eingebunden ist die Umweltgruppe Stade in den Umweltzug des Landkreises Stade. Dieser besteht neben der Gruppe in Stade noch aus der Umweltgruppe in Neukloster und der Kreiseinheit „Messen & Spüren“, welche an der FTZ des Landkreises stationiert ist (mehr Infos unter www.feuerwehr-stade.de).
Fotos vom Übungsgeschehen in der Foto-Galerie.
Übung im Brandcontainer
Alles im grünen Bereich
Traditionell im Januar und Februar üben die Mitglieder der Atemschutzgruppe der Ortsfeuerwehr Himmelpforten mit Vollschutzanzügen, auch CSA-Anzüge genannt.Am 21.Januar konnten sich die Atemschutzgeräteträger über die Unterstützung durch den Umweltzug der Feuerwehr des Landkreises Stade freuen. Unter der Führung von Michael Törner assistierten zwei weitere Kameraden des Umweltzuges mit einem Abrollbehälter-Umwelt bei unserer Übung in Himmelpforten.
Unser Feuerwehrkamerad René Kühlke, der auch bei der Landkreisfeuerwehr aktiv ist, war für die Planung der Übung verantwortlich und ermöglichte so den Mitgliedern unserer Atemschutzgruppe mit Unterstützung der Stader Kameraden den Umgang mit Spezial-Geräten zu üben.
Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung seitens des Umweltzuges und zeigen einige Fotos vom Übungsabend in unserer Fotogalerie.
Impressionen aus dem „Folterkeller“
Bedauerlicherweise halten sich in der Öffentlichkeit noch immer hartnäckig gewisse Vorurteile über das Verhalten von Feuerwehrleuten und ihr „Hobby“.
Beliebt und allseits bekannt, ist die unter vielen Laien weit verbreitete Ansicht, dass bei der Feuerwehr vornehmlich verhaltensgestörte Menschen mit roten Autos unter Verursachung von penetrantem Lärm und grellen Lichtreizen durch die Gegend rasen, gerne mit Wasser spritzen, permanent exzessiv feiern und bei jeder gebotenen Gelegenheit dem Alkohol intensiv frönen.
Wenige Mitmenschen wissen, dass die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, die bei Einsätzen Pressluftatmungsgeräte tragen, sich zweimal im Jahr einem Belastungstest unterziehen müssen. Dieser Test ist sowohl körperlich als auch psychisch anstrengend. Teil dieses Testes ist das Absolvieren einer Strecke in einem Käfig- und Röhren-Labyrinth. Vorher und nachher müssen Kraft- und Ausdauerübungen vollbracht werden. Die meisten Atemschutzgeräteträger aus dem Landkreis Stade absolvieren „die Strecke“ im Untergeschoß der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Stade-Wiepenkathen. Im „Folterkeller“ der FTZ werden jedes Jahr viele schweißtreibende Stunden vollbracht.
Während sich die Normalbürger in Licht durchfluteten Ambiente-Fitness-Tempeln mit isotonischen Energy-Drinks bei netter Lounge-Music Berieselung im modischen Fummel dem idealen Body-Mass-Index annähern, kriechen unsere vermeintlich feierwütigen Feuerwehrleute in dicken, schweren Feuerwehrschutzjacken mit Helm, Atemschutzmaske und einer schweren Gasflasche auf dem Rücken durch einen engen, dunklen, vernebelten Untergrund-Irrgarten bevor sie wie Hamster auf einer Endlos-Leiter klettern müssen.
Diese Übungen machen unsere Atemschutzgeräteträger um ihre eigene Leistungsfähigkeit zu überprüfen und damit sie fit fürs Feuer sind. Dafür lassen sie sich nicht öffentlich feiern sondern freiwillig „foltern“.
Fotos aus dem „Folterkeller“: Björn Schröter, FF Himmelpforten
Zusätzlich zu den Monatsübungen trainieren viele Kameradinnen und Kameraden den Umgang mit dem Atemschutzgerät unter erschwerten Bedingungen, damit wir für den Ernstfall gerüstet sind.
Anforderungen für einen Atemschutzgeräteträger sind:
- Vollendung des 18. Lebensjahres
- körperliche Eignung (sog. G 26 III-Untersuchung)
- erfolgreiche Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
- regelmäßige Teilnahme an Wiederholungsübungen und Fortbildungen
- Einsatzfähigkeit zum Zeitpunkt der Übung/des Einsatzes